GSX1400 • Fahrwerk
Da die GSX mit der werksseitigen - viel zu weichen Fahrwerksabstimmung - an mich ausgeliefert wurde, mußte ich mich etwas bemühen um das für mich richtige Setup
zu finden.
Die in der Tabelle dargestellten Werte können nur Anhaltspunkte sein. Die für sich richtige Einstellung, muss mann für sich selbst herrausfinden. Wie man sie findet ist hier beschrieben.
| Werkseinstellung | Motorrad Test | Eigenes Setup | ||
|---|---|---|---|---|
Gabel: | Federbasis Druckstufe Zugstufe | 5 Ringe 7 Klicks auf 8 Klicks auf | 5 Ringe 3 Klicks auf 6 Klicks auf | 5 Ringe 3 Klicks auf 6 Klicks auf |
Federbeine: | Federbasis Druckstufe Zugstufe | 1,5 (4) Ringe 2 (4) 2 (3) | 1 (4) Ringe 3 (4) 2 (3) | 2 (4) (5)* Ringe 2 (3) (4)* 2 (2) (2)* |
( ) = Sport
( )* = Sozius + Gepäck
Einstellen der Telegabel
Federbasis
Am Federeinsteller befinden sich 8 Ringe.
Position 1 - ein Ring sichtbar - ist maximale Federvorspannung.
Position 8 - acht Ringe sichtbar - ist minimale Federvorspannung.
Dämpfung • Zugstufe
Der Einsteller befindet sich am oberen Ende der Gabel.
Max. Dämpfung - Einsteller im Uhrzeigersinn ganz eindrehen.
Von hier aus, zur gewünschten Einstellung herrausdrehen und dabei die Klicks zählen.
Dämpfung • Druckstufe
Der Einsteller befindet sich am unteren Ende der Gabel.
Max. Dämpfung - Einsteller im Uhrzeigersinn ganz eindrehen.
Von hier aus, zur gewünschten Einstellung herrausdrehen und dabei die Klicks zählen.
Einstellen der Federbeine
Federbasis
Am Federbein befinden sich ein Handrad zur hydraulischen Einstellung der Federvorspannung.
Position 1 - kein Ring sichtbar - ist minimale Federvorspannung.
Position 5 - fünf Ringe sichtbar - ist maximale Federvorspannung.
Dämpfung • Zugstufe
Der Einsteller befindet sich unteren Ende des Federbeins.
Position 1 - ist minimale Dämpfung der Zugstufe.
Position 4 - ist maximale Dämpfung der Zugstufe.
Dämpfung • Druckstufe
Der Einsteller befindet sich auf dem Ausgleichsbehäter des Federbeins.
Position 1 - ist minimale Dämpfung der Druckstufe.
Position 4 - ist maximale Dämpfung der Druckstufe.
Welche Fahrwerkseinstellung????
Text: Werner Koch und Benny Wilbers (www.wilbers.de)
Jeder empfindet es anders und kommt nur durch eigenes probieren auf sein richtiges Setup.
Wichtig dabei, immer mit Datenblatt arbeiten um Änderungen zu dokumentieren. Allzu schnell hat man sich sonst
im Dickicht der unzähligen Einstellmöglichkeiten verirrt und weiß nicht mehr, wo man eigentlich mal angefangen
hat und welche Einstellung die beste war.
Basisarbeitens
Bevor wir jetzt hingehen und das kleine Einmaleins der Fahrwerks-Abstimmung durchgehen, müssen wir uns zunächst
mal um ein paar grundsätzliche Dinge kümmern, die ebenfalls das Fahrverhalten unseres Motorrads negativ beeinflussen
können und die durch eine noch so gute Federungseinstellung nicht kuriert werden können.
Der wichtigste Punkt zu Beginn: Der Reifen-Luftdruck. Wer den Luftdruck in seinen Reifen bei normalem Gebrauch
seines Motorrades nicht mindestens wöchentlich kontrolliert, der handelt schon beinahe fahrlässig. Denn auch bei
modernen Motorradreifen kann es zu so genannten "schleichenden Platten" kommen, wenn die Luft nur ganz allmählich
und unmerklich entweicht. Außerdem garantiert nur der korrekte, vom Hersteller empfohlene Luftdruck ein
einwandfreies Fahrverhalten.
Wichtig ist danach, dass die beiden Räder auch sauber hintereinander herlaufen. Besonders bei Motorrädern mit
Kettenantrieb hat man schnell mal den Kettenspanner auf der einen Seite stärker angezogen als auf der anderen,
was dazu führt, dass das Hinterrad dann schräg - manchmal mit dem bloßen Auge kaum sichtbar - in der Schwinge
steht. Also, beim Kettespannen immer auf die Markierungen rechts und links auf der Schwinge achten.damit das
Rad sauber fluchtet. Es kann aber auch vorkommen, dass diese Markierungen einfach nicht stimmen. Da hilft
nur eines: die Flucht der Räder nachmessen.
Nächster Checkpunkt: Ein recht häufiger Grund für Unruhen im Fahrwerk ist die falsche Montage des Vorderrads.
Beim Einbau unbedingt darauf achten, dass zuerst die Radmutter und die Radachse festgezogen werden, dann erst
die Achsklemmung auf einer Seite der Gabel.
Bevor man die Achsklemmung festzieht, sollte man die Maschine vorn ein-federn, damit die Gabelholme fluchten
Am besten ist es, man zieht zunächst die Radachse mit der großen Mutter fest, nimmt dann das Motorrad vom
Ständer,federt es vorn ein paar mal kräftig ein und aus und zieht erst dann die Achsklemmung fest.
Nur so ist gewährleistet, dass die beiden Gabelholme nicht unter Spannung eingebaut sind, was wiederum das
Ansprechverhalten der Gabel deutlich verschlechtern würde.
Nächster Punkt - und ein ganz sensibler dazu: das Lenkkopflager. Recht häufig sind diese Lager bereits ab
Werk sehr stramm eingestellt, was in der Regel zu einem sehr unpräzisen Einlenkverhalten führt. Klar, so ein
Lenkkopflager darf kein Spiel haben, aber es darf aber auch auf keinen Fall zu straff angezogen werden.
Bei mangelhafter Einstellung des Lenkkopflagers kann das Fahrverhalten deutlich leiden nicht zu locker, aber
vor allem auch nicht zu fest ist hier die Devise. Abgesehen davon, dass bei einer zu straffen Einstellung
das Lager selbst sehr schnell in Mitleidenschaft gezogen wird, leidet wie gesagt auch das Fahrverhalten.
Für eine korrekte Einstellungsollte man sich mal Zeit nehmen und sämtliche Züge und Kabel vom Lenker entfernen
- also im wesentlichen die beiden Lenkerarmaturen rechts und links abnehmen. Jetzt wird das Lager gelockert,
bis man unten an der Telegabel ein deutliches Spiel wahrnehmen kann. Jetzt vorsichtig wiederfestziehen, bis
soeben kein Spiel mehr fühlbar ist. Nun nimmt man den Lenker an einem Ende zwischen Daumen und Zeigefinger
und bewegt das Lenkerende vorsichtig ein paar Millimeter vor und zurück. Auf diese Weise kann man bei ganz
kleinen Bewegungen die Reibung im Lager ganz gut spüren. Meist kann an diesem Punktdas Lenkkopflager wieder
ein wenig gelockert werden, um so die Losbrechkraft im Lager zu verringern.
Noch ein wichtiger Punkt-die Räder: Bei aufgebocktem Motorrad - wohl dem, der einen Hauptständer hat - beide
Räder von Hand drehen und auf korrekten Rundlauf checken. Dazu zum Beispiel einen Schraubendreher an Schwinge
beziehungsweise Telegabel anlegen, dessen Spitze auf die Felge zeigt. So kann man beim Drehen des Rades sehr
schnell eine unrunde Felge entdecken. Dreht man die Räder mit der Hand durch, sollte man auch gleich die
Radlager kontrollieren: Ist beim Drehen ein schabendes Geräusch hörbar oder ein Kratzen spürbar, dürften die
Radlager beschädigt sein. ( Vorsicht nicht verwechseln mit dem Scharben der Bremsanlage) Das kommt zum Glück
heutzutage so gut wie nie vor.
Hat man bereits Probleme mit dem Fahrwerk, stehen noch weitere Punkte auf dieser Checkliste: Schwingenlager
und sämtliche Lagerstellen zwischen Federbein/Schwinge und Federbeine/Rahmen. Das Schwingenlager lässt
sich noch recht einfach kontrollieren: Kann man bei ausgebautem Hinterrad die Schwinge fühlbar von rechts
nach links bewegen - auch wenn's nur ein Millimeter sein sollte -, dann sind die Schwingenlager hin und
müssen erneuert werden. Wenn an diesen Stellen nicht alles in Ordnung ist, kann man sich jede weitere
Abstimmungsarbeit auch gleich schenken.
Als nächstes steht eine Sichtkontrolle von Federbein und Telegabel auf dem Programm: Sollte bereits Ölnebel
an Standrohr oder Dämpferstange sichtbar sein, ist Ersatz fällig. Im Falle der Telegabel reicht meist ein
Tausch der Simmerringe, beim Federbein wird in der Regel ein komplett neues benötigt, es sei denn, man
verwendet bereits ein Zubehör-Federbein von Öhlins, Wilbers, White Power oder anderen Herstellern, die
meist beim Hersteller oder Importeur repariert werden können.
Einstellen des Niveaus
Dass ein Motorrad in die Federn sackt, wenn es vom Ständer genommen wird, haben wir sicher alle beim ersten Kontakt mit einem motorisierten Zweirad sofort bemerkt. Durch das Eigengewicht der Maschine werden die Federn vom und hinten bereits ein Stück weit zusammengedrückt - die Maschine steht praktisch auf den Federn und pendelt sich auf einem gewissen Höhenniveau über der Fahrbahn ein. Klar.dass ein gewisses Maß des Federwegs quasi nun bereits aufgebraucht ist, der Weg, um den die Maschine vorn und hinten eingesackt ist, bezeichnet man als Negativfederweg, den bis zum Anschlag noch zur Verfügung stehenden Weg logischerweise als Positivfederweg. Zur groben Orientierung sollte das Verhältnis von Negativ- zu Positivfederweg zirka ein zu zwei Drittel betragen.

Beispiel: Die GSX1400 mit 120/130 Millimeter Federweg v/h sollte also im fahrbereiten
Zustand - also inklusive Besatzung und eventuellem Gepäck - um ein Drittel des Gesamtfederwegs,
in diesem Falle also 40/43 Millimeter einsacken.
Wie aber stellt man das Niveau ein? Nun, für diesen Fall verfügt die GSX1400 für die Federbeine und Gabel
über eine einstellbare Federvorspannung. Wie der Name schon sagt, wird mit dieser Einstellmöglichkeit jedoch
nicht - wie vielfach angenommen wird die Federhärte verändert, sondern lediglich die Vorspannung der Feder.
Man hebt das Motorrad mit dieser Einstellung praktisch an oder senkt es im umgekehrten Falle ab. Auf die
Federhärte hat diese Verstellung keinen Einfluss.
Zur Einstellung geht man folgendermaßen vor -am einfachsten ist es, wenn man einen Helfer hat: Man markiert
am Rahmenheck und an der Schwinge je einen Punkt - mit einem Filzstift zum Beispiel - und misst bei
vollständig ausgefedertem Motorrad den Abstand zwischen diesen beiden Markierungen. Nun sollte die Besatzung
Platz nehmen - das Motorrad muss natürlich vom Ständer genommen werden. Jetzt wird wiederum der Abstand
zwischen den beiden Markierungen gemessen - die Differenz zwischen den beiden gemessenen Werten ist der
Negativfederweg. Dieser sollte - wie schon gesagt - bei etwa einem Drittel des Gesamtfeder-wegs liegen.
Stimmt der Wert nicht, wird nun die Vorspannung des Federbeins so lange verstellt, bis man auf einen etwa
passenden Negativfederweg kommt.
Wenn man bis hier hin alles richtig gemacht hat, sollte das Motorrad schon mal auf dem korrekten Niveau stehen.
Eine Aussage darüber, ob die verwendeten Federn zu hart, zu weich oder genau richtig sind, lässt diese Messung
im Stand leider nicht zu. Einen ersten Anhaltspunkt kann man mit folgendem Trick bekommen: Man nimmt die
Maschine vom Ständer und drückt seitlich vom Tank stehend mit beiden Händen kräftig von oben auf das
Spritfaß - am besten kurz vor der Sitzbank, etwa dort liegt meist der Schwerpunkt der Maschine. Beim
kräftigen Drücken sollte die Fuhre nun sowohl vorn als auch hinten einigermaßen gleich weit einfedern.
Wie gesagt: gleich weit, nicht gleich schnell. Denn meist spricht die Telegabel wegen der manchmal recht
hohen Losbrechkraft zwischen Stand-und Tauchrohr ein bisschen schlechter und damit langsamer an als die
Hinterradfederung. Federt jetzt die Maschine vorn und hinten gleich weit ein, hat man wenigstens schon mal
die Gewähr,dass die Federung vorn und hinten einigermaßen harmoniert - ob das Ganze zu hart oder zu weich
abgestimmt ist, kann jetzt nur noch der Fahrbetrieb klären.
Einstellen der Dämpfung
Die Bewegung der Federelemente muss gedämpft werden, damit die Maschine nicht haltlos auf- und abschwingt
und den Fahrer so in Bedrängnis bringt. Gedämpft wird dabei sowohl die Auf- als auch die Abbewegung der
Federung. Wobei das Einfedern - wenn also die Maschine vorn oder hinten in die Federn taucht - als Druckstufe,
das Ausfedern als Zugstufe bezeichnet wird. Generell ist es so, dass die Zugstufendämpfung immer deutlich
straffer ausgelegt ist als die Druckstufe, da letztere ja bildlich gesprochen mit der Feder zusammenarbeitet.
Beim Einstellen des Niveaus wurde bereits beschrieben, wie man die Harmonie der Federung vorn und hinten überprüfen
kann - durch kräftiges Drücken auf den Tank. Dies ist auch ein ganz guter Einstieg für die Bewertung der
Dämpfungscharakteristik. Achtet man beim kräftigen Drücken auf den Tank nämlich einfach mal auf die
Einfedergeschwindigkeit vorn und hinten, bekommt man einen ersten Eindruck von der aktuellen Dämpfungsabstimmung.
Federt die Maschine nämlich zum Beispiel vorn schneller ein als hinten, so ist das ein Zeichen dafür, dass die
Dämpferdruckstufe hinten straffer ausgefallen ist als vorn. Federt sie an einem Ende schneller aus als am anderen,
so ist dies ein Zeichen dafür, dass an diesem Ende die Zugstufe schwächer wirkt als am gegenüberliegenden Ende.
Federt die Maschine an einem Ende nach? Dann ist die Dämpfung garantiert zu schwach. Oder kommt sie vorn oder
hinten gar nicht mehr richtig hoch? Dann dürfte die Zugstufe dort schon mal deutlich zu straff ausgefallen sein.
Bei der Einstellung der Dämpfung geht man zunächst von den Werkseinstellung aus - so sie noch vorhanden oder in
der Betriebsanleitung der Maschine nachschlagbar ist. Bei fast allen Motorrädern werden die Einstellwerte von
der maximal geschlossenen Position aus gezählt. Also: Von den Werkseinstellungen ausgehend zunächst Klick für
Klick nach rechts drehen und dabei genau mitzählen. Zahl der Klicks notieren. Jetzt mal die Dämpfung vorn und
hinten auf die jeweiligen Maximal- und Minimaleinstellung drehen und Gabel beziehungsweise Federbein kräftig
zusammendrücken. Spürt man einen Unterschied?
Zur Grundeinstellung Zugstufe
Zunächst vorn: Wenn man die Gabel kräftig zusammendrückt und gleich wieder ausfedern läßt, sollte sie
ein paar Millimeter über die Ausgangslage zurückfedern, aber keines falls auf- und abschwingen.
Logisch: Immer die Änderung an beiden Gabelholmen gleichmäßig vornehmen. Die Zugstufe kann durchaus etwas
zu schwach dämpfen, das erhöht den Fahrkomfort oft deutlich, ohne allzu große Einbußen bei der Fahrstabilität
mitzubringen. Ganz ähnlich geht man beim Heck vor: Maschine kräftig einfedern und gleich wieder loslassen,
beobachten, wie das Heck ausfedert. Es sollte in einem Zeitraum von etwa einer Sekunde satt nach oben gehen,
ohne jedoch deutlich an den Anschlag zu knallen. Steckt das Heck spürbar tief in der Dämpfung fest, Zugstufe
reduzieren, knallt es hingegen schlagartig nach oben, Zugstufe verstärken.
Tipp: Auch hier kann die
Zugstufe das Fahrverhalten deutlich beeinträchtigen. Das überdämpfte Ausfedern führt auf holpriger
Fahrbahn zu einem tiefen Heck mit entsprechend unhandlichem und unkomfortablen Fahrverhalten.
Zur Grundeinstellung Druckstufe
wieder zunächst vorn: Die Druckstufeneinstellung im Stand ist deutlich schwieriger als das bei der
Zugstufe der Fall ist. Hier hilft eigentlich nur der Fahrversuch. Eine mittlere Einstellung wählen und
sehen, ob die Maschine beim harten Bremsen sehr weit eintaucht oder die Gabel gar fühlbar auf Block geht.
Wenn das Vorrad beim Bremsen springt, ist auf jeden Fall mehr Druckstufe gefragt.
Ähnlich schwierig ist die Druckstufenabstimmung am Heck. Der ungeübte Abstimmer kann kaum unterscheiden,
ob der Widerstand, den ihm die Federung beim Herunterdrücken entgegensetzt, von der Feder, einer eventuell
stark progessiven Hebelei oder einer straffen Druckstufendämpfung heerührt.
Grundregel: Bei hoher Beladung braucht man auch eine straffe Druckstufe, die bringt Stabilität vor allem
in Schräglage und verhindert das Durchschlagen des Hecks. Zu viel Druckstufe mündet unter Umständen in
deutliches Lenkerschlagen auf unebener Piste.
Doch wie gesagt; Für eine gelungene Dämpferabstimmung braucht man den Fahrversuch.
Details für das Fahrverhalten und die entsprechende Feder-und Dämpferabstimmung findet ihr in der Tabelle:
| Problem | Abhilfe |
|---|---|
| Maschine pendeln bei hoher Geschwindigkeit | Negativweg hinten überprüfen, Druckstufe hinten erhöhen, Zugstufe hinten verringern, Luftdruch kontrollieren |
| Mangelnde Bodenfreiheit in Schräglage | Negativfederweg vorne und hinten überprüfen, eventuell verringern |
| Klackernde Geräusche auf schlechter Piste oder beim Bremsen | Lenkkopflager überprüfen, eventuell straffer stellen |
| Lenkerschlagen im Schiebebetrieb | Luftdruck überprüfen, Negativfederweg vorn überprüfen, eventuell erhöhen, Heckbeladung wenn möglich verringern |
| Motorrad sehr unhandlich | Negativfederweg überprüfen, eventuell vorne erhöhen, hinten verringern, Luftdruck überprüfen, eventuell erhöhen |
| Fahrzeugheck schwingt in Schräglage nach, vor allem im Soziusbetrieb | Negativfederweg hinten überprüfen und an Beladung anpassen, Druckstufe hinten erhöhen, wenn alles nicht hilft auf härtere Federn umstellen |
| Fahrzeugheck fühlt sich straff an, federt bei Bodenwellen dennoch weit durch | Negativfederweg vergrößern, Druckstufe erhöhen, eventuell härtere Feder mit geringerer Vorspannung verbauen |
| Maschine kippelt bei niedrigem Tempo, lenkt unpräzise ein | Lenkkopflager auf eingelaufene Stellen überprüfen, eventuell lockern, Lenkungsdämpfer weicher stellen |
| Lenkerschlagen beim Beschleunigen vor allem in leichter Schräglage | Negativfederweg vorn überprüfen, eventuell erhöhen, Zugstufe vorn verringern, Druckstufe hinten verringern, eventuell Hebelei und Schwingenlager auf Leichtgängigkeit prüfen |
| Vorderrad springt beim Bremsen, blockiert schnell | Druckstufe vorn erhöhen, Zugstufe vorn reduzieren, Negativfederweg überprüfen, eventuell verringern, Gabelölstand kontrollieren, eventuell in kleinen Schritten erhöhen oder auf härtere Federn umstellen |
| Hinterrad stempelt beim Bremsen | Druck- und Zugstufe erhöhen, Hebelei und Schwingenlager auf Spiel prüfen, eventuell neu lagern |
| Motorrad sehr nervös beim Bremsen | Zugstufe hinten erhöhen, Druckstufe vorn erhöhen, Negativfederweg vorn und hinten überprüfen und korrekt einstellen |
| Starkes Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage | Luftdruck im Vorderrad überprüfen, eventuell erhöhen, Negativfederweg vorn überprüfen, eventuell verringern, Druckstufe vorn erhöhen |
Falls euch dies neugierig gemacht hat, empfehle ich euch das Buch von Werner Koch:
Neue Fahrwerkstechnik im Detail



