Selbstbau eines Kettenölers
Animiert durch diverse Homepages, kam ich zu dem Entschluß, mir einen
automatischen Kettenöler am mein Motorrad zu bauen.
Meine 1100er ZRX hatte ich vom ersten Tag an mit ScottOiler
gefahren, das sehr sportlich und bei jedem Wetter. Als ich sie mit
43.000km verkaufte, war die Kette und das Kettenblatt noch in einem
super Zustand. Der Käufer hatte bei 65.000km die Kette gewechselt.
Bei 30.000km mußte ich nur vorne ein neues Ritzel montieren. Das
bischen Öl das da auf die polierten Felgen spritzte, war schnell
mit einem Lappen abgewischt.
Arbeitsweise
Das System arbeitet automatisch. Läuft der Motors, wird ein Unterdruckventil von "goetz-motorsport"
geöffnet um den Ölfluss zur Kette zu gewährleisten. Stellt man den Motor ab, schließ das Ventil wieder.
Die gewünschle Ölmenge wird über das Drosselventil eingestellt.
Der von mir verwendete Tank, ermöglicht Reichweiten von ca.20.000 Kilometern.
Durch Fliehkraft und Kapillarwirkung, gelangt das auf das Kettenblatt aufgebrachte
Öl an alle Stellen der Kette.
Schematische Darstellung des Kettenölers
Der Öltank
Den Tank hat im Heck unter der Sitzbank seinen Platz gefunden.
Für die Führung des Schlauchs wurde ein Loch in den Innenkotflügel gebohrt und mit Silikon abgedichtet.
Sicher gibt es für den Tank schönere Lösungen. Da der Tank aber seine Funktion erfüllt und unter
der
Sitzbank nicht zu sehen ist, geht das so für mich in Ordnung.
Das Absperrventil
Das Absperrventil ist auf Grund der Unterdrucksteuerung eigendlich nicht notwendig. Es dient lediglich
als Backup, sollte das Unterdruckventil einmal versagen.
Für eine gute Zugänglichkeit des Absperrventils habe ich den Platz hinter dem Helmschloss gewählt.
Dafür habe ich
eine Halteplatte angefertigt. Diese wurde hinter dem Helmschloss verschraubt.
Das Unterdruckventil
Das Unterdruckventil wurde links unter dem Seitendeckel verbaut. Für den benötigten Unterdruck,
wurde mit Hilfe eines T-Stücks, ein Unterdruckschlauch an einer Drosselklappe angezapft.
Das Ventil wurde links am Rahmenrohr mit einem Kabelbinder fixiert. Recht wurde
ein Halter angebracht
um das Ventil weiter zu stabilisieren und die Ölleitung von der
Kette fern zu halten.
Führung des Ölschlauchs
Den Schlauch habe ich vom Tank, durch ein Loch im Innenkotflügel, vor zum
Absperrventil geführt. Von dort weiter in einer Schleife unter dem linken
Seitendeckel über das Unterdruckventil zur Schwinge.
Sicher ist es möglich den Schlauch noch etwas verdeckter zu
verlegen.
Mir genügte es allerdings so, wie es auf den Bildern zu sehen ist.
Einbau des Drosselventils
Zum Dosieren der benötigten Ölmenge habe ich ein Drosselventil aus der Pneumatik verbaut.
Dies lässt sich sehr fein regulieren.
Die Drossel ist auf eine 2mm starke Halteplatte aus hochfestem Aluminium geschraubt. Diese Platte
wird nach lösen
der Steckachse, zwischen Schwinge und der auf der Achse
befindlichen Abstandshülse geschoben.
Diese Anbaulösung ist nicht nur optisch ansprechend. Durch die Position des Ventils kann das Endstück besser
und genauer ausgerichtet werden.
Befüllen des Systems
Auf dem Tank befindet sich ein 8mm Schlauchanschluss, über den der Tank mit Hilfe einer 50ml Spritze
befüllt wird.
Bekommt man z.B. im Modellbauhandel.
